Von Perugia
bis Marsciano und Todi
Die Keramikkunst hat in Umbrien alten Wurzel und diese
Gewohnheit, zusammen mit tiefen technischen Kenntnissen
und durch die Jahrhunderte raffinierten Geschmack und Stil,
haben sie ein Meisterwerk der Kunstgewerbe. Die Produktion,
verbreitet in verschiedenen Gebieten der Region mit bestimmten
Merkmalen, findet in Deruta, Gubbio, Gualdo Tadino, Città
di Castello, Assisi und Orvieto den besten Ausdruck. 
In Deruta werden seit Jahrhunderten Kunstfayence hergestellt:
die ältesten gehen auf dem 13. Jahrhundert, die wertvollsten
auf dem 16. zurück. Nach der großen Produktionsentwicklung
im Renaissance gab es einen großen Aufschwung im 19.
Jahrhundert. Seit dieser Zeit hat eine Schule von großen
Handwerkern die Themen und Dekorationen der alten Pracht
wiedergenommen, indem sie mit viel Mut die Produkte auch
aktualisiert haben. Man muss unbedingt das Keramikmuseum
besichtigen, wo Stücke von großen historisch-künstlich
Wichtigkeit sind, und bei MONTAGNOLA
halten, ein wunderschöner Ort von historischem Interesse
mit breiten Grünflächen ausgestattet, die ideal
für Kinder sind.
Marsciano und sein Gebiet sind immer für die Tradition
der Ziegelbrenner berühmt gewesen. Zwischen Compignano
und Montelagello kann man eine alte und seit kurzem restaurierte
Ziegelbrennerei besichtigen und bei CASA
ROSADA halten, eine stattliche Turm aus dem 18. Jahrhundert
mit angebautem Landhaus getaucht im Grünen und Ruhe
und VALVERDE-IL
CASALE DI CECI, dessen Restaurant die typische umbrische
Küche anbietet.
Todi, eine umbrische Stadt, wo im Mittelalter die Tätigkeit
der Zünfte der Handwerker inbrünstig war, hat
einen alten Ruf für die Holzbearbeitungskunst: nicht
nur tüchtigen Erzeuger von Stilmöbeln, sonder
auch raffinierten Möbeltischler, Schnitzer und Intarsienarbeiter.
Von dieser wertvollen Kunst bleiben wichtigen Beispiele
in der Apsis von zwei der wichtigsten Kirchen der Stadt.